1. Einleitung

Mindestens genauso wichtig wie die Kamera ist für die Fotografie das Objektiv. Wie kein anderer Baustein der Fotografie beeinflusst die Qualität des eingesetzten Objektivs die Abbildungsqualität der Aufnahme. Wer als Fotograf an der Optik spart, spart am falschen Ende.

Die Digitaltechnik hat die Anforderungen an die Kameraoptik noch weiter erhöht. Hochauflösende Sensoren benötigen entsprechend hochauflösende Objektive. Zudem sollte auch an den Bildrändern das Licht möglichst senkrecht auf den Sensor treffen.

Das Objektiv hat darüber hinaus einen maßgeblichen Einfluss auf die Bildgestaltung. Normal-, Weitwinkel- und Teleobjektive haben ganz spezifische Abbildungseigenschaften, die die Bildwirkung beeinflussen. Die Art, wie sich der Fotograf seinem Motiv nähert und welchen Standpunkt er gegenüber dem Motiv einnimmt, wird bewusst oder unbewusst vom Objektiv vorgegeben.

Zoomobjektive sind in der Handhabung sehr bequem. Sie verschleiern dadurch aber allzu leicht den Einfluss der Brennweite auf die Bildgestaltung. Sie verleiten zu Nachlässigkeiten bei der Wahl des Aufnahmestandpunkts und der Perspektive.

Es lohnt sich deshalb, sich einmal etwas genauer mit dem Kameraobjektiv zu beschäftigen.