1. Einleitung

Die Digitaltechnik hat die Fotografie revolutioniert. Während Sie für einige Puristen noch immer Teufelszeug ist, glauben andere, dass erst mit der Digitaltechnik die Fotografie so richtig begonnen hat. Doch was ist die Digitaltechnik in der Fotografie überhaupt?

Früher konnte man die Fotografie noch fast im Wortsinn begreifen. Es gab ein kleines Stück Film, das in der Kamera belichtet wurde. Durch das Licht wurde der Film verändert und nach der Entwicklung waren diese Veränderungen auf dem Negativ oder Dia-Positiv deutlich zu erkennen.

Auch in der digitalen Fotografie wird noch belichtet, allerdings kein Film, sondern ein kleiner Sensor der in der Kamera versteckt ist. Wie durch Zauberhand und ohne erkennbare Veränderung erzeugt die Elektronik aus dem Nichts ein Bild, das genauso magisch zwischen Kamera und Computer, ja sogar weltweit über das Internet verschickt werden kann. Kein Wunder, dass hier einige der neuen Technik grenzenlose Macht zusprechen.

Dabei ist die Realität viel profaner. Auch die Digitaltechnik ist und bleibt eine Technik, die ihre Grenzen hat. Diese Grenzen zu kennen ist für den Fotografen wichtig. Denn noch ist auch die Digitalkamera nur das Werkzeug mit dem der Mensch die Bilder macht.

Es kann und soll hier nur eine grobe Einführung in die Digitaltechnik der Fotografie gegeben werden. Es ist auch für den Fotografen nicht erforderlich, ein Studium der Elektrotechnik zu belegen. Allerdings ist es von Vorteil, zumindest die groben Zusammenhänge der Technik nachvollziehen zu können. Viele unter Hobbyfotografen kontrovers diskutierte Fragen, wie z.B. die Wahl zwischen JPEG und RAW, beantworten sich dann fast von selbst.